Frohsinniger Erfahrungsbericht

Um diesen Beitrag zu schreiben, bin ich heute ins Restaurant Frohsinn gegangen. Zurück an den Tatort sozusagen. Am Nachmittag ist es hier schön ruhig und ich kann meine ausgestellten Bilder auf mich wirken lassen. Nun dauert diese Ausstellung schon etwas mehr als eine Woche und die Vernissage ist auch schon vorbei… Zeit für eine kurze Zwischenbilanz.

Die Erfahrungen der langen Vorbereitungszeit waren vielfältig und ich kann sie gar nicht sinnvoll zusammenfassen. Die allerstärksten Eindrücke waren erstens der Moment, als der Kurator nach anfänglicher Skepsis deutlich sein Interesse an meinen Bildern zu zeigen begann und dann etwa ein Jahr später, als ich am Sonntagmorgen in aller Frühe mit dem gemieteten Combi voller Ausstellungsobjekte von zuhause losgefahren bin.

Das waren Aufbrüche zu neuen Horizonten verbunden mit Gefühlen von Leichtigkeit und Glück. Dann kam am der 9. September 2017, die Vernissage, und mit ihr eine eher ambivalente Gefühlslage. Einerseits war ich stolz und freute mich sehr auf das, was gleich geschehen würde. Andererseits stieg meine Nervosität rasant und ich hätte mich am liebsten krank gemeldet…

Nun, es sind etwa 60 Gäste gekommen, was meine anfänglichen Erwartungen um den Faktor drei übertroffen hat. Wir hatten einen kleinen Apéro und eine Ansprache meines Freundes Felix zu bieten, der im Vorfeld in der Presse fälschlicherweise als Designer angekündigt worden ist. Ich fand das noch recht amüsant, schliesslich ist unsere Welt eh ein merkwürdiger Ort der Fehleranhäufungen (Ich habe mich in diesem Blog früher auch schon als „Fan“ der Fehlertoleranz geoutet.). Und so war ich jetzt gespannt, welche Sätze Felix gleich „designen“ würde.

Nun es kam gut. Sowohl die Einführung und Moderation von Ruedi Würgler, der die Ausstellung hervorragend kuratiert hat, als auch die Rede von Felix Eggmann waren wirklich gut, soweit ich das überhaupt noch mitbekommen habe. Denn ich war schon ziemlich „im Tunnel“ vor meinem Kurzauftritt. Noch nie zuvor hatte ich eine Rede gehalten und ich hielt mich dann auch ziemlich knapp, dankte allen Beteiligten und sprach kurz zum aufwändigsten „Bild“, einer Serie aus zwanzig verschiedenen Einzelbildern, die ich „at Milan Station“ oder meinetwegen „Milano stazione“ nenne, aber nicht „Mailänder Bahnhof“, denn meistens klingen deutsche Titel einfach nicht so, wie das Bild danach verlangt.

Danach war der stressig-schöne Teil für mich vorbei. Der Verkauf der Bilder war an diesem Abend übrigens auch sehr erfreulich und überstieg ebenfalls meine früheren Hoffnungen. Ich habe auf Tiefpreise gesetzt und wurde nicht enttäuscht. Insgesamt ist diese Ausstellung für mich bis jetzt eine sehr schöne (Lern-) Erfahrung und ein Riesenerfolg; würde ich sofort wieder machen auch wenn der Aufwand in der Vorbereitungszeit schon sehr, sehr hoch ist. Wer „nebenbei“ 100% berufstätig ist, wird so ein grosses Projekt kaum realisieren können.

Die Ausstellung werde ich Anfang Oktober noch fotografisch dokumentieren, dann soll es hier im Blog noch entsprechende Bilder geben. Für heute belasse ich es mit Fotos, die meine Frau, Judith, gemacht hat und die Ruedi Würgler, Felix Eggmann und mich bei den Ansprachen zeigen. Wir standen jeweils beim Restauranteingang, so dass man hier nicht so viel, weder von den Bildern, noch vom Publikum sieht. Als Dokumente zum runterladen, sind auch die Werkliste der Ausstellung, die Kaufabsichtserklärung und ein „Essay“ von Ruedi und mir zu finden.

Die Ausstellung im Restaurant Frohsinn in Weinfelden dauert noch bis 2. Dezember 2017 und ist täglich ausser sonntags von 11 bis 23.30 Uhr geöffnet. Gerne stehe ich auch für Fragen und Auskünfte bei einer Besichtigung zur Verfügung, einfach anfragen.

_DSC1886
Ruedi Würgler
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Felix Eggmann
_DSC1890
FMR

 

Werkliste.xlsx

Kaufabsichts-Erklärung

FMR Essay

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