In eigener und sonstiger Sache

Für heute habe ich mir zwei Themen vorgenommen, die ich hier „abarbeiten“ möchte. Das eine ist mein eigenes „Verhalten“ in diesem sozialen Netz. Das andere ist das Thema Selbstporträts. Und irgendwie klingt beides nach Bauchnabelschau, weshalb beides in einen Beitrag passt – oder auch nicht, wie man gleich feststellt.

Das Selbstportät-Thema geht nun mit einem Klick auf dieses Bild auf den „reflection“-Seiten weiter.

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Selbstporträt mit Ortsangabe

Das andere Thema bleibt hier im Blog. Und endlich habe ich die Funktion des „Weiterlesen-Tags“ gerafft. Es war ja bisher ziemlich ärgerlich, den ganzen Beitrag schon per Mail und Reader preiszugeben (ob das aber heute klappt, sehe ich erst, wenn’s dann vielleicht schon zu spät wäre. Ich bin gespannt.)…

Die Verhaltensregeln im Internet sind bekannt. Man benimmt sich trotzdem, auch wenn man sich vielleicht anonym darin bewegt. Da ich nun alles andere als anonym unterwegs bin, sondern mit Name, Wohnort und Telefonnummer auf der Stirn geschrieben, ist es sowieso mein ureigenstes Interesse, mich „anständig“ zu benehmen. Ich würde mich auch nie an den Computer setzen mit dem Vorsatz: jetzt zeig‘ ich denen allen mal, wo der Hammer hängt. Denn ich weiss, „die alle“ wissen das im Schnitt grad so gut wie ich.

Und doch frage ich mich manchmal, ist das okay, was ich da schreibe? Vor allem, wenn ich auf anderen Blogs Kommentare schreibe, die meist schnell und spontan in die Tasten gehauen werden. Kommentare sind ja auch eine Möglichkeit, um etwas mit anderen auszutauschen, zu diskutieren. Aber auf all den Fotoblogs, die ich hin und wieder besuche, findet man nur Lob und begeisterte Zustimmung, nirgends eine kritische Diskussion. Keiner sagt: Hey, das Bild hier ist aus diesem oder jenem Grund jetzt nicht wirklich gut. Hättest Du das nicht besser so oder so gemacht. Nein, man schweigt und geht weiter, möglicherweise hinterlässt man trotzdem ein Gefiel mir, obwohl man es nicht wirklich „liked“. Das ist wohl die internette Kultur und eigentlich ist dagegen auch gar nichts einzuwenden.

Aber langweilig wird’s schon mit der Zeit und ich würde mir auf meinem Blog durchaus auch kritische Diskussionen wünschen. Gut, das kann man kaum provozieren. Entweder es findet statt oder eben nicht. Und ich denke, anderen geht es zudem ähnlich wie mir: Sie fragen sich wahrscheinlich schon vor oder während dem Kommentar schreiben, ist das okay?

Was jedenfalls nicht okay ist, und das sehe ich ein, ist mein bisheriger Plan, Kommentare von Lesern meines Blogs als solche für sich sprechen zu lassen und nicht darauf zu antworten, es sei denn, eine Antwort dränge sich unmittelbar auf, zum Beispiel wenn mir jemand eine Frage stellt. Das war ein schlechter Plan und ab heute nehme ich mir vor, auf diesem Blog Plan B für Kommentare umzusetzen, sprich jeder soll künftig beantwortet werden.

4 Gedanken zu „In eigener und sonstiger Sache

  1. Das mit der Kritik bei Kommentaren ist immer etwas schwierig, besonders bei Fotos. Letztlich weiß man nicht welche Fähigkeiten der fotografierende mitbringt. Für ihn mag das ein top Foto sein, für jemand anders bestenfalls durchschnittlich. Und dann muss noch berücksichtigt werden, was der Fotograf mit dem Bild zum Ausdruck bringen möchte. Vielleicht wird ein Bild erst mit einem gewissen Hintergrundwissen gut (wohl wissend, dass wirklich gute Fotos selbsterklärend sind).
    Grundsätzlich verstehe ich Deine Thematik und stimme Dir vollends zu, allerdings ist die Umsetzung nicht ganz einfach.
    Grüßle Bernd

    1. Das stimmt schon. Den Hintergrund eines Fotopostings XY kennt man nicht unbedingt. Ich stelle mir halt vor, man könne frei von der Leber weg zum Beispiel auf Blog X zu Foto Y schreiben: „Interessantes Bild, allerdings würde ich den Kontrast eher stärker machen und die Sättigung bei rot und gelb runterschrauben.“ Darauf könnte – je nach Hintergrund eben – der Hausherr antworten: „Okay, danke für den Tipp.“ Oder: „Nein, das Bild habe ich absichtlich kontrastarm und mit einem Goldschimmer gestaltet, damit diese sommerliche Abend-Stimmung besser rüber kommt.“ Oder irgendwas dazwischen. Jedenfalls schiene es mir möglich, solche Diskussionen mit beiderseitigem Gewinn zu führen, ohne dass jemand sich verletzt fühlen sollte.
      LG Franz

      1. also ich schaue mir die fotos gerne an. aber kritische bemerkungen fallen mir schwer und zwar wegen meiner sehbehinderung. da weiß ich manchmal nicht, ob das bild unscharf ist oder ob ich aufgrund großer belastung der augen mal wieder im nebel stehe.
        natürlich könnte ich bemerkungen zu den fotos schreiben und ich verfüge aus meiner zeit als print redakteur diesbezüglich auch über eine gewisse routine. da musste ich ja auch fotos aussuchen und beurteilen – allerdings stand da nicht nur die fotografische perfektion zur debatte, sondern auch der nachrichtenwert des bildes. das kann ein zeilkonflikt sein. auch ästhetik lässt sich nicht mit dem guten alten rechenschieber beurteilen. um zu diesem aspekt was sagen zu können, muss man sich länger auf das bild einlassen, mit ihm quasi ins gespräch kommen. ich bin dann manchmal sehr unentschlossen – vielleicht auch vorsichtig.
        gut, dann gibts da noch den goldenen schnitt. gut, da würd ich manchmal gern was sagen, wenn ich bilder sehe, die allzu symmetrisch daher kommen.
        gut, das sind jetzt nur so ein paar spontan herbeigeflogene gedankenfetzen. vielleicht könnt ihr damit was anfangen…
        best
        p.

      2. Ja, danke, damit kann ich was anfangen. Vor allem: „auch ästhetik lässt sich nicht mit dem guten alten rechenschieber beurteilen. um zu diesem aspekt was sagen zu können, muss man sich länger auf das bild einlassen, mit ihm quasi ins gespräch kommen.“ – Das ist auch ein Thema: Wenn man sein eignes Internet-Surfen und -Klicken etwas entschleunigen und sich auf Bilder mehr als nur 1 bis 2 Sekunden einlassen würde, hätte man die Chance, einem Bild, für das jemand vielleicht viel Zeit aufgewendet hat, entsprechend zu begegnen. Aber das ist leichter gesagt als getan.
        LG Franz

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