Vom Springtamarin bis zum Schrecklichen Pfeilgiftfrosch…

…ist es wirklich nur ein ganz kurzer Weg. Dann gehen wir doch schnell einige Schritte durch Südamerika und schauen uns ein paar weitere Kollegen an.

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In einigen Zoos werden Krallenaffen gehalten, die nicht eingesperrt sind. Man kann ihnen ohne Gitter oder Trennglas direkt begegnen. So hüpfen z.B. im Zoo bei uns in der Nähe, die Springtamarine besonders gerne auf Kinderwagen und durchsuchen Taschen nach irgendwas Essbarem. Sie sind zwar putzig und klein, dennoch sollte man etwas vorsichtig sein.

Ich selbst bin in meiner Studentenzeit von einem Weissbüscheläffchen gebissen worden, als ich sein Gehege betrat. Ich tat das damals durchaus in freundlicher Absicht. Denn sonntags in der Früh wurde ich zuweilen für die Fütterung der Tiere aufgeboten. Sobald sie einem mal als den erkannt haben, der doch ab und an das Frühstück serviert, hat man keine Probleme mehr mit ihnen. Die kleinen Kerle hüpften mir sogar auf die Schulter und begannen gleich nach Zeug in meinen Haaren zu suchen. Das nenn ich mal wahre Dankbarkeit. Die Affen wurden übrigens damals im Psychologischen Institut an der Universität Zürich für Studien zur vergleichenden Verhaltensforschung gehalten.

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Aber zurück in den Zoo. Das Zwergseidenäffchen, ein naher Verwandter des Springtamarins, ist dann doch nur hinter Glas zu sehen.

 

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Ein paar Schritte weiter findet man ein kleines Terrarium mit der sympathischen Bewohneranschrift: Schrecklicher Pfeilgiftfrosch. Nun, auch diese Zeitgenossen leben hinter einer Scheibe, die mich vom Streicheln der metallisch glänzenden Frösche abgehalten hat. Eine kurze Recherche beruhigt dann zusätzlich: In Gefangenschaft verlieren diese Frösche offenbar ihre Giftigkeit, weil das dafür notwendige Originalfutter bei uns nirgends im Regal steht.

Ein bisschen irritiert hat mich dann aber, dass der Schreckliche laut Wikipedia zwar allerhand, nämlich „gelb, metallisch gelbgrün oder orange gefärbt, selten auch grau“ sein soll, aber nicht blau, wie auf den Fotos doch deutlich erkennbar. Das ist wohl froschpolitisch nicht korrekt. So denke ich, dass die Blauen mit den schwarzen Tupfen eher Blaue Baumsteiger sind.

Auch wenn immer noch viel Verbesserungspotential besteht, haben sich die Haltungsbedingungen in verschiedenen Schweizer Zoos in den letzten Jahrzehnten zum Glück stark gebessert. Einige, auch der von mir besuchte kleine Privatzoo, beteiligen sich heute an Arterhaltungsprogrammen und tragen ein wenig zu natur- und tierfreundlicher Information ihrer Besucher bei.

 

2 Gedanken zu „Vom Springtamarin bis zum Schrecklichen Pfeilgiftfrosch…

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