The next step

_DSC2961
FMR at Kunstmarkt Zofingen 2018

Der Zofinger Kunstmarkt 2018 ist Geschichte. Das Echo auf meine dort ausgestellten Bilder war sehr erfreulich. Ich konnte wie schon an der Art-Thur 2018 nicht nur viele interessante Gespräche führen sondern auch mehrere Bilder verkaufen.

Dann war da noch was. Eine Galeristin ist an meinen Stand gekommen und hat mir nach einem kurzen Gespräch ein Angebot für eine Ausstellung in ihrer Galerie gemacht. So was ist der absolute Traum für jeden Künstler, der noch nicht zu den Etablierten gehört. Denn normalerweise bewirbt man sich als Noch-Nicht-Etablierter bei diversen Galerien und sammelt dann zuverlässig all die Absagen, da die meisten Galeristen viel lieber auf „Bewährtes“ setzen.

Inzwischen habe ich die Bedingungen für die geplante Ausstellung mit der Galeristin besprechen können und habe weiterhin ihre mündliche Zusage für meine Teilnahme.

Aber da ich noch keinen schriftlichen Vertrag habe, bleibt es hier vorerst bei dieser vagen Ankündigung. Sobald die Tinte unter dem Vertrag trocken ist, werde ich natürlich genauer berichten. Drückt mir bitte die Daumen, dass nichts mehr dazwischen kommt!

Shine a light

 

Plötzlich stürmisches Wetter aus dem Nichts. Der Tag wird zur Nacht. Riesige Regen-tropfen und Hagelkörner peitschen gegen die Scheiben des einfachen, sorglosen Daseins. Man ist froh, irgendwo zuhause zu sein und hofft, der Spuk sei bald vorbei.

(Bilder zum Vergrössern einfach anklicken. 2 – 5 sind Ausschnitte von 1)

Ich liebe das Meditieren mithilfe von Bildern wie diesen hier, die mehr Bildmetaphern als Abbildungen der Aussenwelt sind.

Das Schwarzmalen hatten wir schon. Heute drehen wir den Spiess um. Trotz grau-schwarzer, wütender Tristesse da draussen, erscheint nun der Himmel ein bisschen warm erleuchtet. Das tatsächlich herrschende dunkle Grau ist weggezaubert – Nachbearbeitung am Computer sei dank. So in der Art kann man Situationen neu bewerten.

Als ich vor einiger Zeit die Idee zu diesem Beitrag hatte, bin ich über diesen schönen Post gestolpert. Okay, dachte ich, so kann man das auch machen. Ich glaube, Wirkung und Aussage der Bilder sind bei beiden Beiträgen ähnlich und doch ein kleines bisschen anders. Der Sturm bringt hier ein weiteres, bedrohliches Element hinzu, bei Putetet führt die Bildbetrachtung zur Weisheit des Konfuzius.

Dessen Aufforderung etwas zu tun, wiederhole ich hier aber nicht. Ich denke, es kann auch sehr hilfreich sein, zu sehen, dass es manchmal gar nicht so schlimm ist, wie man zunächst befürchtet hat.

Man kann auch weder die Dunkelheit verfluchen noch ein Licht anzünden. Das Licht ist oft schon da. Man muss es nur sehen wollen.

Also, nichts tun, ist manchmal die richtige Lösung. Denn ein Gewitter zieht von alleine wieder ab.

Auch in der dunkelsten Stunde scheint noch ein Licht.

Und am letzten Ende soll das Licht angeblich besonders schön und hell scheinen…

1. März und voll Winter…

Minus 6 Grad und es schneit – am 1. März. Mir wäre es recht, wenn der Winter jetzt endlich verschwinden würde. Statt draussen Blümchen knipsen, gibt’s heute halt Indoor Shooting mit schon welken Tulpen. Jedenfalls halte ich mit Farbe gegen das kalte Grau…

Bilder zum Vergrössern bitte anklicken.

Black as coal

Ich vermute, jeder kennt solche Zeiten, wo sie oder er am liebsten alles nur noch schwarz malen würden. Weil es dem stimmungsmässigen Zustand entspricht, zu dem gerade keine Alternative mehr in Sicht ist. Und doch könnte man unter dieser schwarzen Farbe auch das Grün frischer Frühlingspflanzen erahnen. Es ist wie immer fast alles eine Frage der Bewertung oder der Brille, die man sich aufsetzt.

Aber: Schwarz gehört ganz einfach zum Leben. Ich finde, bekämpfen sollte man es nicht, man sollte es vielmehr annehmen und dann diesen Nullpunkt als neuen Startpunkt begreifen. Denn auch Schwarz hat seine eigne Kraft, woraus man Schritt für Schritt neuen Elan schöpfen kann.

Wenn man eigne Ziele nicht mehr erreicht, vielleicht sogar in Serie nicht, dann fängt die Schwarzmalerei an. Im Prinzip ist sie ein prima Signal, das mir sagt: He, hier solltest du schon etwas ändern. Zum Beispiel sich realistischere Ziele zu setzen. Das wäre dann der Sinn einer Depression, wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt von Sinn sprechen möchte. Deshalb halte ich den Kontakt zur Farbe Schwarz. Sie ist paradoxerweise ein Kompass im Leben, um den Weg nicht zu verlieren.

Ich bin übrigens zurzeit nicht depressiv und war es auch schon lange nicht mehr. Aber mein Beitragsbild erinnert mich doch an dunklere Zeiten und zugleich gefällt es mir, weil selbst in dieser Dunkelheit immer noch Bewegung, Kraft und sogar etwas Hoffnung sichtbar ist, genau wie in diesem Song, der mich schon ein Leben lang begleitet: