In eigener und sonstiger Sache

Für heute habe ich mir zwei Themen vorgenommen, die ich hier „abarbeiten“ möchte. Das eine ist mein eigenes „Verhalten“ in diesem sozialen Netz. Das andere ist das Thema Selbstporträts. Und irgendwie klingt beides nach Bauchnabelschau, weshalb beides in einen Beitrag passt – oder auch nicht, wie man gleich feststellt.

Das Selbstportät-Thema geht nun mit einem Klick auf dieses Bild auf den „reflection“-Seiten weiter.

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Selbstporträt mit Ortsangabe

Das andere Thema bleibt hier im Blog. Und endlich habe ich die Funktion des „Weiterlesen-Tags“ gerafft. Es war ja bisher ziemlich ärgerlich, den ganzen Beitrag schon per Mail und Reader preiszugeben (ob das aber heute klappt, sehe ich erst, wenn’s dann vielleicht schon zu spät wäre. Ich bin gespannt.)…

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Ein ganzes halbes Jahr

Nein, mit dem gleichnamigen Filmtitel hat dieser Beitrag nichts zu tun. Doch diese Internetseite hier ist jetzt genau ein halbes Jahr alt, aber da es sich schon nach etwas mehr anfühlt, kommt halt ein Ganzes hinzu.

Dieses halbe Jubiläum nehme ich heute zum Anlass, das Bisherige auch einmal kritisch zu beleuchten und mich zu fragen, wie es weitergehen soll. Zudem habe ich mir vorgenommen, einige meiner Unterseiten in Bälde textlich etwas zu überarbeiten.

Ja, foto-stil.com… Also, das ist nun eine Internetseite, die meine Fotos, „Fotografiken“ oder sonst irgendwie nicht näher beschreibbaren Bilder online, öffentlich zugänglich machen soll. Und wie ich dann im Laufe dieses halben Jahres feststellen musste, lebt das Projekt auch von seinem (Slow-)Blog-Anteil. Das Ganze soll einfach ein Feel-good-Projekt sein und hoffentlich kommt das bei manchen Beiträgen auch ein bisschen so rüber.

Der Name foto-stil.com suggeriert nun, dass Fotostile im Zentrum meiner Bemühungen stehen. Doch das ist nur zum Teil richtig. Fotostile sind ein wichtiges, aber in der Fotografie vielleicht auch ein etwas vernachlässigtes „Betätigungsfeld“. In der Regel befassen sich Fotografen lieber mit Themen als mit Stilen, also zum Beispiel mit Porträt-, Landschafts- oder Tierfotografie. Stilfragen sind dann bestenfalls themenabhängig, wenn man sie überhaupt erwägt.

Versuchsweise drehe ich da etwas am Rad: Ich versuche zuerst Stile zu entwickeln und schaue dann, welche Themen zu diesen Stilen passen. Zugegeben, das ist ziemlich merkwürdig, macht mir aber mehr Spass als andersrum. Häufig erlebe ich bei Erörterungen solcher Fragen, dass Stil und Thema miteinander verwechselt wird. Genau betrachtet, gibt es aber auch keinen Konsens unter Fotografen, was denn Fotostile genau sein sollen.

Und wenn ich nun meine „Stilliste“ (die Links auf die „stilistischen“ Unterseiten) auf der homepage anschaue, stellt sich ja auch die berechtigte Frage, ob das wirklich Sinn macht. Kaum irgendwo sonst würde man eine auch nur ähnliche Aufzählung von angeblichen Fotostilen finden. Fehlt hier denn nicht vielmehr die Aufarbeitung der historisch bekannten Fotostile? Als da sind: der Piktorialismus, die Straight Photography, das Neue Sehen, etc. Doch foto-stil.com mag Vieles sein, eines sicher nicht: Eine Plattform für historische, theoretische oder gar fototechnische Erörterungen. Man findet ja leicht viele andere Internetseiten, die dafür geschaffen sind.

Noch ein Problem: Anders als in der Malerei ergeben sich zum Beispiel beim surrealistischen Fotostil Schwierigkeiten, sofern man wie ich nicht gerne zum Hilfsmittel der Fotomontage oder Inszenierung greifen möchte. Surrealistische Effekte sind beim „Angetroffenen“ meist nur subtil als solche erkennbar. Manche Bilder mögen dann eher etwas bizarr als wirklich surreal wirken.

Aus der Stilfrage heraus entwickelt sich für mich die Frage nach geeigneten Techniken. Bildbearbeitungstechniken am Computer interessieren mich jedoch nur am Rande. Fasziniert bin ich hingegen von verschiedenen Aufnahmetechniken. Vor allem jene, die man als Intentional Camera Movement (ICM) zusammenfasst. Für mich ist ICM eine ideale Technik um impressionistisch wirkende Bilder zu kreieren. Zum Halbjahresjubiläum hier ein Bild mit einem bereits ganz typischen ICM-Motiv, dem „Wischeffekt im Wald“ sozusagen, wie man es heute schon da und dort antreffen kann. Ich hoffe dennoch, dass diese Einmalbelichtung nicht nur einen banalen Wischeffekt, sondern – zumindest in der Vergrösserung (Bild anklicken) – die zusätzliche Struktur des Motivs erkennen lässt, so dass das Bild vielleicht nicht unter die Kategorie „Löschen“ fällt.

 

Es gibt  bereits einige wenige Fotokünstler, die diese ICM-Technik so hervorragend beherrschen, dass sie sich gerade damit einen Namen machen konnten. Als Beispiel sei der schwedische Fotograf Erik Malm genannt, dessen fantastische Bilder in der Regel ICM-Bilder sind, die nach seinen Angaben zu 99,9% „single exposures“, also keine Doppelbelichtungen sind, obwohl sie für den interessierten Fotografen genau so aussehen. Und wären nur 80% oder 50% seiner Bilder Einfachbelichtungen – für mich ist er schlicht ein Genie und ein wohl unerreichbares Vorbild.

Interessante ICM-Bilder und andere unkonventionelle Aufnahmen haben den Vorteil, dass man sie praktisch überall, auch direkt vor der Haustür, machen kann. Man braucht keine teure Reise zum Antelope Canyon buchen, um dort ein zugegeben fantastisch schönes konventionelles Foto zu schiessen, das es aber in ganz ähnlicher Ausführung bereits millionenfach (leider wahr…) gibt.

Vielmehr kann man mit einer Kamera auch spielen wie ein Kind und so Dinge und Möglichkeiten entdecken, die sonst schlicht „unerwünscht“ sind. Fotografie heisst ja wörtlich Lichtmalerei oder Zeichnen mit Licht. Mit diesen Begriffen sind vor allem die Anfänge der Fotografie, die sich damals als neue Kunstgattung verstanden hat, verbunden. Wenn ich mir die Bilder aus dieser Zeit anschaue, wie zum Beispiel auf dem Piktorialismus Portal, dann erhalte ich mehr Inspiration als wenn ich einen zeitgenössischen Katalog mit absolut perfekten, aber oft etwas steril wirkenden Wettbewerbssiegerfotos anschaue.

Das ist allerdings mein persönliches „Problem“. Ich mache nicht Bilder, um gute, oder gar technisch perfekte „Fotografien“ zu erhalten, sondern, um mit dem Angetroffenen, dem „Abzubildenden“ eine Resonanz herstellen zu können. Erst wenn mein Inneres, meine Gedanken und Gefühle zum Bild „passen“, dann bin ich zufrieden. Wie das geschieht, kann ich nicht beschreiben. Ich „fotografiere“ intuitiv, auch wenn ich einer stilistischen und thematischen Idee folge. Dass dabei mein Weg immer mehr hin zur abstrakten Fotografie führt, finde ich selbst einfach – interessant.

Solche Resonanz kann man spüren, auch wenn es nicht die eignen Fotos sind. Zum Beispiel Alfred Stieglitzs Bilder aus dem Jahre 1893 „The Terminal“ und „Winter, 5th Avenue“ sind für mich von der Bildwirkung her wahre fotografische Offenbarungen.

Ich bin schon gespannt, was mir denn das nächste halbe Jahr in der fotografischen Entwicklung alles bringen wird. Denn ein Teil solcher Entwicklungen geschehen einfach, man kann nicht alles planen. Ich nehme mir zwar vor, weiter an der ICM-Technik zu feilen und mehr Schwarz-Weiss-Bilder herzustellen – aber man wird sehen.

1 neues Bild…/Ausstellung und Vernissage am 9. September

Ein harmloser Fisch-„Mitzieher“…?

Auch wenn ich bisher schon versucht habe, mich mit der Bildpublikation zurückzuhalten – aus gegebenem Anlass werde ich jetzt noch „sparsamer“…

Annett hat, wie ich finde, vor ein paar Tagen eine gute Antwort auf den reisserischen Abgesang auf die Fotografie in der NZZ geschrieben. Dabei betont sie zu Recht die Verantwortung, die jeder Einzelne trägt, sei es bei der Publikation oder beim „Konsum“ von Fotografie oder Fotokunst. Diese Verantwortung würde manch anderer Kunst- und Kulturgattung ebenfalls recht gut tun. Man rechne zum Beispiel einmal aus, wieviele Bücher im Laufe eines Menschenlebens gelesen werden können (das sollen ca. 3’000 bis 4’000 sein, wenn man wirklich viel liest) und vergleiche sie dann mit der Flut, die jährlich allein in deutscher Sprache auf den Markt geschüttet wird (ca. 90’000 Buchtitel). Spricht man denn vom Massengrab der Literatur?

Obwohl dieser „Massengrab-Beitrag“ letztlich wenig differenziert ist und primär dazu dient, der NZZ die verkaufte Auflage bzw. die Klickzahlen ein klein wenig anzuheben, kann er dennoch auch als nützliches Warn- und Stoppzeichen für alle Fotografen, Fotoamateure und Fotokünstler begriffen werden.

Weniger ist auch hier wieder mehr! Die Gesetze des Marktes kann man nicht aushebeln. Die Nachfrage nach Fotokunst bleibt auf absehbare Zeit begrenzt. Also sollten die Akteure ihr Angebot entsprechend anpassen und eher die Qualität statt die Quantität „hochschrauben“. Vielleicht stiege dann einmal auch die Nachfrage…?

Frommer Wunsch, wird man sagen. Aber ich gehe jetzt mal mit gutem Beispiel voran (na, wenigstens was die Quantität betrifft…). Ich bin eh schon ein Slow-Blogger. Ab jetzt werde ich zudem die Zahl neu publizierter Bilder nochmals reduzieren.

Also, heute im Angebot: 1 Bild. Bitte schön.

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Impressionen – oder die Leidenschaft des Schauens

Foto-Ausstellung im Restaurant Frohsinn in Weinfelden vom 04. September bis 02. Dezember 2017 – Franz Müller Rieser 

Samstag 09. September 2017 – Vernissage ab 17 Uhr

Es spricht zu den ausgestellten Arbeiten: Felix Eggmann, Hosenruck

Zur Vernissage sind alle herzlich eingeladen.

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Blog?!/Neue Bilder

Was? foto-stil.com ist ein Blog???

Als ich mit foto-stil.com begonnen habe, dachte ich, okay, wordpress ist sicher eine gute Wahl. Allerdings hatte ich von der ganzen Materie wirklich nicht den Hauch einer Ahnung. Inzwischen merke ich langsam, was ich so alles falsch gemacht habe – und auch soeben immer noch falsch mache…

(z.B. den Beitrag als „admin“ schreiben, das gilt als unsicher, aber wer will denn schon meine Seite hacken?)

Nun soll es von wordpress ja tatsächlich Angebote geben, wie ich sie ursprünglich auch im Sinn hatte. Ich wollte so was, wie eine eigne homepage eines Amateurfotografen basteln, mehr nicht, aber auch nicht weniger.

Doch wie der geneigte Leser wohl längst gemerkt hat, bin ich hier in einer veritablen kleinen Bloghütte aufgewacht, mitten auf einer gigantischen Wiese mit Millionen anderer Bloghütten. Von einem Blog erwartet man ja etwas ganz anderes als von einer homepage, nämlich möglichst viele, am besten täglich!, neue Beiträge, die die Menschen immer wieder von neuem in helles Entzücken versetzen. Natürlich kann ich das nicht liefern; eher werde ich noch Hochzeitsfotograf.

Ich hatte also meine liebe Mühe, mit diesem Blogwerkzeug – und praktisch ohne jegliche Programmierfähigkeiten – wenigstens eine stabile Startseite zu installieren und diese ab und an mit neuen Bildern zu ergänzen. Und natürlich habe ich ein Gratis-Template (so heisst das doch?) gewählt, das mir dann prompt die Mailbox mit so genannter SEO-Werbung zumüllte. Allerdings finde ich diese Vorlage relativ zweckmässig, ausgestattet mit schöner Schlichtheit oder schlichter Schönheit (?), also eben minimalistisch, so wie ich es gerne mag.

Meine bisherigen Beiträge, bis auf den letzten, waren dann auch eher Versuche, die „homepage“ zu aktualisieren, statt zu bloggen. Bis ich dann den „Genova„-Beitrag geschrieben habe und den prinzipiellen Reiz des Bloggens erst entdeckte. Tja, dann ist foto-stil.com halt unter anderem auch ein Blog… oder vielleicht doch eher ein Blögchen. Denn mehr als zwei, drei Beiträge pro Monat werde ich nicht schaffen – und möchte das auch nicht anstreben. Jedenfalls gibt es ab sofort die kleine Änderung, dass die Seite, mit den neuen Beiträgen nun nicht mehr mit „aktuell“ oder „hier ist das Neueste“ (ja, das war besonders cool…) angepriesen wird, sondern schlicht als – Blog.

Und natürlich bemerke ich den nächsten strategischen Fehler, denn mit der Unterseite „reflection“ habe ich bereits von Beginn weg – unreflektiert – ja schon so ein bisschen gebloggt, könnte man sagen… Naja, ich behaupte doch nirgends, irgendwie perfekt zu sein.

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Neue Bilder

Men’s passion? – Klar, Männer denken eh immer nur an das Eine. Was war das nochmal? Fussball…?