Herbstlaub 2

Und hier wie angekündigt die zweite Handvoll Bilder zur Feier des goldenen Herbstes.

(Ein Klick auf eines der Bildchen öffnet die grössere Karussellansicht, wo man sich die Bilder der Reihe nach ansehen kann)

The flow

After a short blog break, I’m back – in the flow…

(Yes, you can buy this flow, ask for the conditions here)


Nach einer kurzen Blogpause bin ich wieder zurück – im Flow…

(Ja, diesen Flow kann man kaufen… frage hier nach den Konditionen)

 

399
The flow

Offenes Spiel

303
Finding the appropriate level of abstraction 5

Ein diffuses Geflecht aus (Selbst-)Täuschungen verstellt uns regelmässig den Blick auf viele Banalitäten, aber auch auf die Hintergründe des Lebens.
Was jeder gerne so einfach und klar begreifen möchte, kann scheinbar nicht abschliessend wahrgenommen und verstanden werden.
Ist diese Undurchdringlichkeit der Dinge und Umstände unsere wahre Realität?
Die Grenzen der Erkenntnis.
Solange es Menschen gab, gab es Suchende, die diese Grenzen überwinden wollten.
Doch was haben sie je gefunden?
Auf Fragen folgten weitere Fragen.
Antworten haben deshalb nur eine kurze Halbwertszeit oder sie gefrieren zu Dogmen.
Dogmen bieten jedoch manchmal Trost und Halt.
Muss man sich selbst belügen, um Trost und Halt zu finden?
Wahn oder Realität?
Ich scheine bin ratlos zu sein, wenn ich ehrlich bin.

(Nr. 5 war neben Nr. 2 die Variante aus dem letzten Beitrag mit dem stärksten Zuspruch)

Wie abstrakt darf/soll es sein?

Wer ICM-Bilder (Intentional Camera Movement) macht, weiss dass diese Techniken die abgebildeten Gegenstände unter anderem auch abstrakter werden lassen.

Die Idee zu diesem Beitrag kam mir, als ich kürzlich aus irgendeinem Grund eine meiner Kameras aus dem Wandschrank nahm und zufällig zum nächsten Fenster rausschaute. Da steht eine kleine Kopfweide – und voilà dieses simple Motiv reizte mich spontan, um abzudrücken.

Ich machte also tatsächlich keinen einzigen Schritt, um die Bilder für diesen Beitrag zu gestalten. Darauf bin ich zwar nicht stolz, nein, es ist einfach so, dass ich wahrscheinlich ein ganz kleines Bisschen faul bin. Etwas positiver formuliert: man könnte mir den Preis für den opportunistischsten Fotografen verleihen. Das wäre doch möglicherweise gerecht. Schliesslich ist es auch eine Kunst, all die vielen Gelegenheiten einfach als solche wahrzunehmen.

Zurück zum Thema: ICM-Bilder machen, bedeutet nicht nur, sich den Kopf über die richtige Technik für das gewählte Motiv zu zerbrechen. Man sollte auch eine Idee haben, wie stark man vom konkreten Motiv abstrahieren möchte. Zwischen den beiden Extremen: Kein ICM, alles mega-scharf und komplett verwischt, konturlos und nicht wieder zu erkennen, gibt es Tausende möglicher Abstufungen. Keine Angst, ich zeige hier nur fünf davon…

Die Frage, welchen Grad der Abstraktion man wählt, hängt ganz vom Thema ab. Will man das konkrete Motiv bloss etwas verfremden oder will man es nur noch als Vorlage für ein völlig anderes, abstraktes Thema zweckentfremden? Ich mache beides gerne, wofür es in meinem Portfolio ja schon viele Beispiele gibt.

Hier bei dieser Kopfweide lasse ich nun fünf verschieden stark abstrahierte Beispiele nebeneinander stehen, einerseits um diesen Effekt zu demonstrieren, andererseits kann ich mich auch gar nicht entscheiden, welches dieser – nur wenig nachbearbeiteten – Bilder ich für eine Illustration eines anderen inhaltlichen Beitrags verwenden sollte. Das Thema dieses Beitrags hinge wiederum von der Wahl des Bildes ab… Natürlich wird die geneigte Fotografin feststellen, dass die ICM-Techniken über die fünf Bilder auch variieren. Etwas nüchterner wäre also eine Reihe gewesen mit gleicher Technik (so gut das geht) und verschieden langen Belichtungszeiten oder verschieden grossen Bewegungen. Aber wo bliebe da der Spass an der Sache?

Wie geht’s euch damit? Hat jemand einen Favoriten?

(Zum Vergrössern bitte einfach auf ein Bild klicken, dann die Galerieansicht aller fünf Fotos geniessen)

 

Sehen wir uns am 24. Juni?

In Frauenfeld an der art-thur 18!

(Zum Vergrössern Bild bitte anklicken)

Ich freue mich, mit einem eigenen Ausstellungsstand teilzunehmen mit Bildern in verschiedenen Formaten, von der Postkarte bis zum 40x60cm Alu-Dibond-Wandbild.

Dranbleiben – Der Alpstein zum dritten Mal

Vielleicht mag das wenig spannend oder abwechslungsreich wirken: Jetzt schon ein dritter Beitrag mit je einem neuen Bild vom gleichen Sujet…

Nun, es ist halt ein Prozess, den ich hier im Blog abbilde. Eine Entwicklung innerhalb von wenigen Wochen und mithilfe von drei Posts verarbeitet. Wären die drei Bilder gleichzeitig fixfertig gewesen, hätte ich sie natürlich gerne in einem Post nebeneinander gezeigt, keine Frage. Aber so war es eben nicht.

Beim ersten Bild, aufgenommen am 08. März 2018, dominieren kräftige, warme Farbtöne, die Berge sind jedoch nur andeutungsweise zu erkennen.

Das zweite Bild, aufgenommen am 30. März 2018, zeigt hingegen die Bergstruktur schon recht deutlich, die Stimmung ist wetter- wie aufnahmetechnisch bedingt etwas düster bis dramatisch mit starken Kontrasten.

„Dranbleiben – Der Alpstein zum dritten Mal“ weiterlesen

Ein zweiter ICM-Blick auf den Alpstein

Nun, immer wieder der Versuch, etwas noch besser zu machen…

Also nochmals das gleiche Motiv, ein paar Tage später mit neuer Technik.

„Ein zweiter ICM-Blick auf den Alpstein“ weiterlesen

Farbe – beinahe ohne Struktur

Abstrakte Fotografie ist sicher nicht jedermanns Sache. Ich versuche es dennoch heute mal mit verschiedenen Farbkombinationen und -verläufen.

„Farbe – beinahe ohne Struktur“ weiterlesen

Black as coal

Ich vermute, jeder kennt solche Zeiten, wo sie oder er am liebsten alles nur noch schwarz malen würden. Weil es dem stimmungsmässigen Zustand entspricht, zu dem gerade keine Alternative mehr in Sicht ist. Und doch könnte man unter dieser schwarzen Farbe auch das Grün frischer Frühlingspflanzen erahnen. Es ist wie immer fast alles eine Frage der Bewertung oder der Brille, die man sich aufsetzt.

Aber: Schwarz gehört ganz einfach zum Leben. Ich finde, bekämpfen sollte man es nicht, man sollte es vielmehr annehmen und dann diesen Nullpunkt als neuen Startpunkt begreifen. Denn auch Schwarz hat seine eigne Kraft, woraus man Schritt für Schritt neuen Elan schöpfen kann.

Wenn man eigne Ziele nicht mehr erreicht, vielleicht sogar in Serie nicht, dann fängt die Schwarzmalerei an. Im Prinzip ist sie ein prima Signal, das mir sagt: He, hier solltest du schon etwas ändern. Zum Beispiel sich realistischere Ziele zu setzen. Das wäre dann der Sinn einer Depression, wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt von Sinn sprechen möchte. Deshalb halte ich den Kontakt zur Farbe Schwarz. Sie ist paradoxerweise ein Kompass im Leben, um den Weg nicht zu verlieren.

Ich bin übrigens zurzeit nicht depressiv und war es auch schon lange nicht mehr. Aber mein Beitragsbild erinnert mich doch an dunklere Zeiten und zugleich gefällt es mir, weil selbst in dieser Dunkelheit immer noch Bewegung, Kraft und sogar etwas Hoffnung sichtbar ist, genau wie in diesem Song, der mich schon ein Leben lang begleitet:

 

Golden ice

Es wird doch Zeit, dass ich dem Winter auch mal wenigstens ein Bild widme. Sicher merkt man es kaum, dass diese Jahreszeit nicht so ganz zu meinen Favoriten zählt… Aber dieser Winter ist ja – bis jetzt immerhin, dem Himmel sei Dank – doch ziemlich erträglich. Also zeige ich ihn auch einmal von seiner schönsten Seite, wie ich finde:

Eis in den Büschen beleuchtet durch warmes Sonnenuntergangslicht. Ein schöner Gegensatz zur real existierenden Temperatur.

(Ja, das war vor ein paar Wochen, an einem etwas kälteren Abend. Heute blühen ja schon die Blumen auf den Wiesen… Aber ich befürchte, Frost und Schnee werden bald nochmals empfindlich zurückkommen. Hm, vielleicht aber auch nicht…)

Zum Vergrössern bitte einfach aufs Bild klicken (das lohnt sich hier wirklich).

Abendstimmung beim Würth Haus in Rorschach

Vor ein paar Tagen habe ich im Würth Haus in Rorschach die wirklich sehenswerte Ausstellung Menagerie – Tierschau aus der Sammlung Würth besucht (noch bis 03. Februar 2019). Hier sind Werke vereint, die sich alle um das Thema Tier oder vielmehr um das Verhältnis des Menschen zum Tier drehen. Namhafte Künstler sind vertreten, so zum Beispiel Pablo Picasso, Tomi Ungerer, Max Liebermann und Andy Warhol. Aus dem Flyer zur Ausstellung:

„Über Jahrhunderte, davon zeugt der Reichtum unseres verbalen Bestiariums, war es für Literatur und Kunst eine kreative Herausforderung, das rätselhafte Verhältnis zwischen Mensch und Tier, die Sonderstellung zwischen Nähe und Ferne, Vertrautheit und Fremdheit, zwischen frappanter Ähnlichkeit und undurchdringlicher Andersheit abzubilden, zu beschreiben, auszuloten oder spielerisch ins Fantastische zu steigern.“

„Abendstimmung beim Würth Haus in Rorschach“ weiterlesen

Leer

Mit meinem ersten Beitrag im 2018 wünsche ich allen Besuchern dieses Blogs ein gutes neues Jahr mit viel Erfüllung, denn noch ist es ja ziemlich leer.

So leer wie der Kreuzlinger Jachthafen im Winter, den ich kürzlich bei Regenwetter besucht und fotografiert habe. Phillippe Mahler brachte mich auf diese schöne Bildidee, begleitete mich und hielt einen Schirm notwendigerweise über den Fotoapparat.

Mich fasziniert diese Leerheit, die zu einem Minimalismus in der Bildgestaltung führt, aber auch einfach das frische Grün des Bodenseewassers bei Regenwetter sowie die zahlreichen hier überwinternden Enten aus dem hohen Norden, welche diesem Bild ein wenig Struktur verleihen.

Zum Vergrössern, Bild einfach anklicken.

Herbstfarben

Zum Vergrössern Bilder bitte anklicken.

Damit geht’s für mich in eine kurze Weihnachtsblogpause. Ich wünsche allen schöne und friedliche Festtage.

Bis demnächst – FMR

Neulich im Zug

Manchmal wirkt die Realität so surreal, dass man sie noch etwas vergolden muss…

(Ergänzung vom 29.11.2017: Das Bild ist keine Fotomontage. Es ist entstanden, als ich gerade eben in den Zug eingestiegen bin und durch das Türfenster vis-à-vis diese leicht überdimensionierte Badenixe in unmittelbarer Nähe gesehen habe. Diese, beziehungsweise das Bild von ihr, war an den Zug auf dem angrenzenden Geleise montiert zwecks Werbebotschaft für irgendein Wellnessangebot. Mein Zug fuhr sogleich ab. So konnte ich von diesem skurrilen „Arrangement“ nur gerade ein einziges Foto machen.

Zum Fototechnischen: Durch Verbiegen der Gradationskurve zu einem U in der Nachbearbeitung wird vor allem im zu dunklen Innenraum des Zuges eine Imitation einer Pseudo-Solarisation erkennbar. Dann habe ich das Bild mit Tonality, einem genialen tool für die S/W-Bearbeitung, ein wenig „goldig“ monochromisiert.)

Zum Vergrössern, Bild bitte anklicken.

Fundsache: „Visions of Venice“ in Paris

Nur ein kurzer Hinweis auf eine aktuelle Ausstellung des italienischen Fotografen Roberto Polillo in Paris in der GALERIE 111 an der rue Saint-Antoine 111:

«Visions of Venice» ist noch bis 30. Dezember 2017 zu sehen. Polillo arbeitet hauptsächlich mit intentional camera movement (icm). Ich selber werde leider nicht hingehen können. Wer bis Ende Jahr irgendwann in Paris ist, könnte den Besuch der Ausstellung auf den Zettel nehmen.

Gefunden in den Chroniques d’architecture. Hier mit Bild und Text in französisch.