Corvus

Ich mag Krähen. Ihre Intelligenz, ihre Art, sich in unserer Umwelt zu bewegen oder zurechtzufinden. Manch einer hält sie ja eher für eine Plage, in der Landwirtschaft sowieso. Ich denke, die Krähen wären da grosszügiger. Sie würden uns Menschen, trotz hoher Überbevölkerung, weniger als Schädlinge denn als eine Art Partner sehen. Schliesslich profitieren sie auch ein wenig von unseren Kulturpflanzen…

Doch halten sie meist ziemlich Abstand zu uns flügellosen Auchzweibeinern. Vorsichtig sind sie halt und das wohl mit Recht. Deshalb kann ich Krähen auch kaum fotografieren oder dann nur als kleine schwarze Punkte in der Landschaft. Denn bis heute bin ich jeweils ohne taugliches Teleobjektiv unterwegs. (Normalerweise bereue ich das auch nicht, denn die Schlepperei der schweren Geräte für eine Vollformatkamera würde mir kaum Freude bereiten.)

So war es diesen Herbst einmal eine besondere Begegnung, als ich beim Spazieren mit der Kamera in der Hand einer Krähe ziemlich nahe kommen konnte. War sie zutraulicher als ihre Artgenossen oder habe ich sie etwa beim Träumen überrascht?

Krähen galten in der Kulturgeschichte einerseits als Symbole der Weisheit, andererseits als Zeichen des Bösen. Und dann gibt es noch den Begriff des Unglücksraben. Aber wenn man sie real beobachtet, z.B. wie sie Baumnüsse knacken, indem sie sie absichtlich auf Strassen fallen lassen, dann gewinnt man doch eher den Eindruck, dass sie einfach schlaue Kerlchen sind.


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An „obscure“ dream caused by the summer heat

Or the story of the longing for the everlasting moment…

(Pictures taken with two various pinhole cameras at the river Thur near Schwarzenbach, St. Gallen)


Ein „obskurer“ Traum dank der Sommerhitze

Oder die Geschichte von der Sehnsucht nach dem ewigen Moment…

(Lochkamera-Bilder, aufgenommen an der Thur bei Schwarzenbach, St. Gallen)

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