Save the date!

Ich freue mich sehr, jetzt meine neue Ausstellung ankündigen zu dürfen: 

Vom 19. Oktober bis 10. November 2019 findet in der Galerie am Gleis in Uzwil (SG) die Doppelausstellung Reise durch Licht und Schatten statt.

Vernissage, Öffnungs- und Anwesenheitszeiten, Adresse und alles andere Wichtige ist auf der Einladungskarte zu finden (siehe unten die digitale Version):

Über Deinen/Ihren Besuch dieser Ausstellung würde ich mich wirklich sehr freuen!

Willentlich…

Ob es einen freien Willen gibt – diese Frage habe ich hier versucht in eine kleine Bildbetrachtung zu packen. Zu diesem Thema habe ich ja schon einiges gelesen, aber noch nie einen so genialen Satz, wie den, den Benedict Wells in seinem Roman Vom Ende der Einsamkeit eine seiner Figuren sagen lässt:

Wäre der freie Wille nur eine Illusion, wäre sie trotzdem alles, was ich habe.

Ich kann mich nur wiederholen: genial. Man kann die Philosophiebücher beiseite legen, Belletristik ist manchmal einfach perfekt und auf dem Punkt genau.

Nun, was ich noch sagen wollte: Im Oktober werde ich wieder eine Ausstellung machen können – in der Galerie am Gleis in Uzwil im Kanton St. Gallen. Hier ist erstmal das Ausstellungsprogramm für das zweite Halbjahr als Vorankündigung meiner Ausstellung. Weitere Infos folgen bald.

Halbjahresprogramm_2
Galerie am Gleis, Uzwil – Halbjahresprogramm 2019/2

„Neue“ Bilder

Meine neueren Bilder habe ich in letzter Zeit eher auf Instagram als hier veröffentlicht. Deshalb hole ich das nun gerne nach und zeige einige „Neue“:

Dieses impressionistisch wirkende Foto von Romanshorn am Bodensee ist ein reines ICM (Intentional Camera Movement), d.h. mit Hilfe von Kamerabewegungen während der Belichtungszeit gemacht. Also keine Mehrfachbelichtung und auch keine digitalen Filter und Overlays.

Fine Art Foto-Abzug auf Alu-Dibond hinter mattem Acrylglas, 60x40cm
Limitierte Auflage (1/4), kann hier erworben werden.


Ein Klick auf eines der folgenden Bilder führt zum Wiedergabe-Karussell mit vergrösserten Abbildungen (braucht etwas Zeit zum Laden).

Sönd wöllkomm!

Das Alpsteingebiet gehört schon länger zu meinen Lieblingsausflugszielen. Die Anziehungskraft dieser urigen Landschaft ist enorm. So gilt z.B. das Berggasthaus Aescher-Wildkirchli, seit «National Geographic» 2015 diesem Ort die Titelstory widmete, als einer der coolsten Plätze des ganzen Planeten.

Gerade mal gut zwei Kilometer Luftlinie von diesem Highestlight entfernt befindet sich die beschauliche Alp Sigel. Dorthin kann man von Brülisau aus natürlich auch hoch wandern. Aber wir, mein Fotokollege Uwe und ich, haben uns entschieden, diesen beschwerlichen Teil des Ausflugs bequemer mit der Luftseilbahn zu bewältigen. Es war der 3. Oktober 2018, ein eher düsterer, nebliger Tag mit Regentendenz. Die Drahtseile ragten aus dem unscheinbaren Schuppen, der als Talstation dient, trotzig ins graue Nichts. Tourismus fand an so einem weniger freundlichen Tag, zumal es unter der Woche war, überhaupt nicht statt.

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Sonnenstrahl trifft Morgentau

Letzten Feitag Morgen fiel mir während des Frühstücks beim Blick aus dem Fenster ein deutlicher Bodennebel über dem Thurfeld auf. Das sprach für eine recht kühle Nacht und Verdunsten des Morgentaus in diesen ersten wärmenden Sonnenstrahlen, denn geregnet hatte es zuvor nicht. War das nun ein Motiv oder etwa nicht?

Es kostete mich zwar einiges an Überwindung, doch bin ich alsdann mit Fahrrad und Kamera an den Ort des Geschehens geradelt. Dort blinzelte ich erwartungsvoll in die Sonne. Ja, Bodennebel im Gegenlicht, das wäre doch was.
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An „obscure“ dream caused by the summer heat

Or the story of the longing for the everlasting moment…

(Pictures taken with two various pinhole cameras at the river Thur near Schwarzenbach, St. Gallen)


Ein „obskurer“ Traum dank der Sommerhitze

Oder die Geschichte von der Sehnsucht nach dem ewigen Moment…

(Lochkamera-Bilder, aufgenommen an der Thur bei Schwarzenbach, St. Gallen)

(Click to enlarge – Zum Vergrössern anklicken)

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Fehlerreiches Wandeln auf den Spuren der Vorgeschichte der Fotografie

Die Geschichte der Fotografie hat bekanntlich noch eine faszinierende, „obskure“ Vorgeschichte, die mit Sicherheit bis in die Antike zurückreicht. Vielleicht geht sie noch viel weiter zurück, aber die erste schriftliche Überlieferung einer so genannten Camera obscura geht gemäss Wikipedia auf die apokryphe Schrift Problemata physica zurück. Eine Camera obscura „besteht aus einem lichtdichten Kasten oder Raum, in den durch ein schmales Loch das Licht einer beleuchteten Szene auf die gegenüberliegende Rückwand trifft. Auf der Rückwand entsteht dabei ein auf dem Kopf stehendes und seitenverkehrtes Bild dieser Szene. (Wikipedia)“

Nun, eine Camera obscura kann man auch im Taschen- oder Streichholz-schachtelformat haben. Das Bauprinzip bleibt das gleiche und ist schnell realisierbar.

Der Umbau analoger oder digitaler Kameras zu einer dann so genannten Lochkamera ist eigentlich auch ein Kinderspiel und man findet unzählige Anleitungen dazu im Internet, natürlich auch fröhliche Youtube-Videos, in denen zu Hauf Löcher in Kameradeckel gebohrt werden. Im Detail unterscheiden sich die Tipps und Tricks, das Wesentliche bleibt jedoch immer gleich: Man versucht ein Optimum bei der Lochgrösse herzustellen, damit der gegebene Bildabstand zu einem relativ scharfen Bild führt (Schärfe und Beugungsfehler müssen berücksichtigt werden). Das Ganze lässt sich exakt berechnen, dazu gibt’s auch Tabellen zum Ablesen für verschiedene Bildabstände (Abstand vom Film oder Sensor zum Loch im Kameradeckel).

Allein, die Hauptschwierigkeit lässt sich mit allen Berechnungen nicht beseitigen, so lange man das Loch dann einfach mit einer Stecknadel von Hand in eine Folie sticht. Es nützt nämlich nichts, wenn man den genauen Durchmesser dieses optischen Optimums weiss, der für die meisten Kameras wohl zwischen 0.15 und 0.3mm liegen dürfte. Sagen wir, für meine wäre es 0.235mm. Wie sollte ich von Hand so einen Durchmesser stechen können? Dazu bedürfte es spezieller Technik, die aber dem Charme dieser primitiven Herstellung völlig zuwiderlaufen würde.

Jedenfalls habe ich also eines Tages jene primitive Herstellung aus dem Reich der ewigen Erwägungen gerissen und in die Tat umgesetzt. Dies ging nicht ohne die Mithilfe eines Freundes. Denn ich selbst verfüge über praktisch kein Werkzeug. Und einen Bohrer braucht es dazu eben schon.

Zweikommafünf entscheidende Fehler sind mir dann dabei unterlaufen.

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