Corvus

Ich mag Krähen. Ihre Intelligenz, ihre Art, sich in unserer Umwelt zu bewegen oder zurechtzufinden. Manch einer hält sie ja eher für eine Plage, in der Landwirtschaft sowieso. Ich denke, die Krähen wären da grosszügiger. Sie würden uns Menschen, trotz hoher Überbevölkerung, weniger als Schädlinge denn als eine Art Partner sehen. Schliesslich profitieren sie auch ein wenig von unseren Kulturpflanzen…

Doch halten sie meist ziemlich Abstand zu uns flügellosen Auchzweibeinern. Vorsichtig sind sie halt und das wohl mit Recht. Deshalb kann ich Krähen auch kaum fotografieren oder dann nur als kleine schwarze Punkte in der Landschaft. Denn bis heute bin ich jeweils ohne taugliches Teleobjektiv unterwegs. (Normalerweise bereue ich das auch nicht, denn die Schlepperei der schweren Geräte für eine Vollformatkamera würde mir kaum Freude bereiten.)

So war es diesen Herbst einmal eine besondere Begegnung, als ich beim Spazieren mit der Kamera in der Hand einer Krähe ziemlich nahe kommen konnte. War sie zutraulicher als ihre Artgenossen oder habe ich sie etwa beim Träumen überrascht?

Krähen galten in der Kulturgeschichte einerseits als Symbole der Weisheit, andererseits als Zeichen des Bösen. Und dann gibt es noch den Begriff des Unglücksraben. Aber wenn man sie real beobachtet, z.B. wie sie Baumnüsse knacken, indem sie sie absichtlich auf Strassen fallen lassen, dann gewinnt man doch eher den Eindruck, dass sie einfach schlaue Kerlchen sind.


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Sonnenstrahl trifft Morgentau

Letzten Feitag Morgen fiel mir während des Frühstücks beim Blick aus dem Fenster ein deutlicher Bodennebel über dem Thurfeld auf. Das sprach für eine recht kühle Nacht und Verdunsten des Morgentaus in diesen ersten wärmenden Sonnenstrahlen, denn geregnet hatte es zuvor nicht. War das nun ein Motiv oder etwa nicht?

Es kostete mich zwar einiges an Überwindung, doch bin ich alsdann mit Fahrrad und Kamera an den Ort des Geschehens geradelt. Dort blinzelte ich erwartungsvoll in die Sonne. Ja, Bodennebel im Gegenlicht, das wäre doch was.
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Waldlicht durchs Pinhole eingesammelt

Nun ein Spaziergang im Wald brachte in den letzten Tagen zwar auch keine nennenswerte oder gar gröber messbare Abkühlung. Denn die Sommerhitze hat inzwischen auch den Wald um Weinfelden herum zünftig aufgewärmt, was ich irgendwie faszinierend fand.

Aber da ich nicht den ganzen Tag im lauwarmen Pool hängen kann, mache ich ab und zu solche Ausflüglein und nehme dann auch noch meine relativ frisch gebastelte Lochkamera mit.

Sogar ein Stativ habe ich herumgeschleppt, da eine Lochkamera nun mal eine relativ lange Verschlusszeit braucht und ich öfters zwar, aber nicht immer auf ICM stehe. Dass bei meinem „Shooting“ (Dieses Fotodeutsch verstehe ich nicht, denn eine Kamera schiesst ganz und gar nichts – im Gegenteil, auch wenn die Spiegelreflexkameras hörbar mit dem Spiegel klackern) dann das Stativ nach ein paar Versuchen den Dienst ziemlich heftig quittierte, indem es ein nützliches Teil irreparabel von sich warf (hat wohl auch an der Hitze gelegen…), musste ich hilflos akzeptieren.

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Der Garten als fotografisches Spielfeld

Einen eignen Garten zu haben, bedeutet stets zweierlei: Viel schweisstreibende Arbeit einerseits, von der sich ein Nichtgartenbesitzer kaum eine Vorstellung macht, aber eben auch Entspannung, Ruhe, viele Tiere und Pflanzen zum Beobachten, Staunen und sich Freuen.

Für mich ist der Garten obendrein auch noch ein fast unerschöpfliches fotografisches Experimentierfeld. Nicht wenige hier auf foto-stil.com veröffentlichte Bilder sind im eignen Garten aufgenommen worden. Eigengewächse sozusagen. Einigen sieht man diese Herkunft direkt an, anderen weniger. Je kleiner der Bildausschnitt, je abstrakter die Komposition, umso weniger lassen sich eben Rückschlüsse auf den Tatort ziehen. Es sei denn, ich habe grosszügig Hinweise gestreut, wie in diesem Beitrag.

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Naturgarten – Insektengarten

Viel wird über das Bienensterben geschrieben und gesprochen. Allgemein wird ein Rückgang vieler Insekten beklagt. Die Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung ist wohl der Hauptgrund für diese Entwicklung. Ich kann mich noch erinnern, als Kind am Abend in der Dämmerung im Garten Glühwürmchen beim Leuchten und Fliegen beobachtet zu haben. Seither habe ich in der Schweiz nie mehr welche gesehen. Das ist schon ziemlich traurig.

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