Neulich im Zug

Manchmal wirkt die Realität so surreal, dass man sie noch etwas vergolden muss…

(Ergänzung vom 29.11.2017: Das Bild ist keine Fotomontage. Es ist entstanden, als ich gerade eben in den Zug eingestiegen bin und durch das Türfenster vis-à-vis diese leicht überdimensionierte Badenixe in unmittelbarer Nähe gesehen habe. Diese, beziehungsweise das Bild von ihr, war an den Zug auf dem angrenzenden Geleise montiert zwecks Werbebotschaft für irgendein Wellnessangebot. Mein Zug fuhr sogleich ab. So konnte ich von diesem skurrilen „Arrangement“ nur gerade ein einziges Foto machen.

Zum Fototechnischen: Durch Verbiegen der Gradationskurve zu einem U in der Nachbearbeitung wird vor allem im zu dunklen Innenraum des Zuges eine Imitation einer Pseudo-Solarisation erkennbar. Dann habe ich das Bild mit Tonality, einem genialen tool für die S/W-Bearbeitung, ein wenig „goldig“ monochromisiert.)

Zum Vergrössern, Bild bitte anklicken.

Mit „intentional camera movement“ durch die Unterwelt

[Nun habe ich die Bildauflösung erhöht. Verglichen mit den Bildern im letzten Posting wirken auch die feineren Strukturen jetzt einigermassen so, wie sie meiner Meinung nach sein sollten. Zum Vergrössern Bild anklicken.]

 

Neue Bilder

Das erste Bild ist eine bewusst dunkel gehaltene Schwarz-Weiss-Bearbeitung eines der Fotos, die ich vor ein paar Wochen in Genua gemacht habe. Genua, die Heimatstadt der begnadeten Musiker Paganini und De André, die Stadt, die dem bekanntesten Hosenstoff den geläufigen Namen spendierte, die Hafenstadt, die heute noch atmosphärisch die Weite der Meere, die Zeit der Entdecker und frühen Handelsreisenden ausstrahlt. Die Abendstimmung vom „Bigo“-Lift im Hafen aufzunehmen, wenn auch leider durch Scheiben hindurch, war für mich ein Highlight dieser Kurzreise. Das Bild entfaltet seine volle Wirkung leider erst mit der Auflösung des Originals, die ich hier jedoch aus Gründen des Urheberrechts nicht anwende.

Das zweite Bild, Anfang April 2017 aufgenommen, ist das neueste meiner Bilder, das es noch in meine Ausstellung im Restaurant Frohsinn in Weinfelden geschafft hat. Ich liebe zwar diese ICM-Aufnahmetechnik, doch sehe ich solche Bilder durchaus auch selbstkritisch: Durch das Magnolien-Motiv wirkt das Ergebnis schon ziemlich süss, an der Kitschgrenze. Der gelungene Schwung der Kamerabewegung zieht es hoffentlich doch rüber auf die sehenswerte Seite. Da ist, wie ich finde, Musik drin, etwas surreal in der Wirkung, als würde die Magnolie tanzen…

Blog?!/Neue Bilder

Was? foto-stil.com ist ein Blog???

Als ich mit foto-stil.com begonnen habe, dachte ich, okay, wordpress ist sicher eine gute Wahl. Allerdings hatte ich von der ganzen Materie wirklich nicht den Hauch einer Ahnung. Inzwischen merke ich langsam, was ich so alles falsch gemacht habe – und auch soeben immer noch falsch mache…

(z.B. den Beitrag als „admin“ schreiben, das gilt als unsicher, aber wer will denn schon meine Seite hacken?)

Nun soll es von wordpress ja tatsächlich Angebote geben, wie ich sie ursprünglich auch im Sinn hatte. Ich wollte so was, wie eine eigne homepage eines Amateurfotografen basteln, mehr nicht, aber auch nicht weniger.

Doch wie der geneigte Leser wohl längst gemerkt hat, bin ich hier in einer veritablen kleinen Bloghütte aufgewacht, mitten auf einer gigantischen Wiese mit Millionen anderer Bloghütten. Von einem Blog erwartet man ja etwas ganz anderes als von einer homepage, nämlich möglichst viele, am besten täglich!, neue Beiträge, die die Menschen immer wieder von neuem in helles Entzücken versetzen. Natürlich kann ich das nicht liefern; eher werde ich noch Hochzeitsfotograf.

Ich hatte also meine liebe Mühe, mit diesem Blogwerkzeug – und praktisch ohne jegliche Programmierfähigkeiten – wenigstens eine stabile Startseite zu installieren und diese ab und an mit neuen Bildern zu ergänzen. Und natürlich habe ich ein Gratis-Template (so heisst das doch?) gewählt, das mir dann prompt die Mailbox mit so genannter SEO-Werbung zumüllte. Allerdings finde ich diese Vorlage relativ zweckmässig, ausgestattet mit schöner Schlichtheit oder schlichter Schönheit (?), also eben minimalistisch, so wie ich es gerne mag.

Meine bisherigen Beiträge, bis auf den letzten, waren dann auch eher Versuche, die „homepage“ zu aktualisieren, statt zu bloggen. Bis ich dann den „Genova„-Beitrag geschrieben habe und den prinzipiellen Reiz des Bloggens erst entdeckte. Tja, dann ist foto-stil.com halt unter anderem auch ein Blog… oder vielleicht doch eher ein Blögchen. Denn mehr als zwei, drei Beiträge pro Monat werde ich nicht schaffen – und möchte das auch nicht anstreben. Jedenfalls gibt es ab sofort die kleine Änderung, dass die Seite, mit den neuen Beiträgen nun nicht mehr mit „aktuell“ oder „hier ist das Neueste“ (ja, das war besonders cool…) angepriesen wird, sondern schlicht als – Blog.

Und natürlich bemerke ich den nächsten strategischen Fehler, denn mit der Unterseite „reflection“ habe ich bereits von Beginn weg – unreflektiert – ja schon so ein bisschen gebloggt, könnte man sagen… Naja, ich behaupte doch nirgends, irgendwie perfekt zu sein.

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Neue Bilder

Men’s passion? – Klar, Männer denken eh immer nur an das Eine. Was war das nochmal? Fussball…?

 

 

26. Juli 2017: Rulebreaker/Neue Bilder

Neue Bilder

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Rulebreaker

Die Regeln zu brechen, ist eine Idee, die einen vielleicht weiter bringen kann. Thomas Tuchel, ein herausragender Fussballtrainer, sagt in diesem Video Sachen wie: „Wir haben in einer Raute gespielt…Wir versuchen, dort Flow herzustellen…Wir (Er und sein Trainerteam) wurden Rulebreaker ohne es zu wissen.“

Ich mag seine kompromisslose Art, das Unmögliche aus einer Mannschaft herauszukitzeln. Gut, er ist gerade erst mit seiner Philosophie beim BVB in Dortmund gescheitert – aber als frisch gebackener DFB-Pokalsieger…

Auch beim Fotografieren gilt es meiner Meinung nach Regeln zu brechen. Zum Beispiel all die gut gemeinten Ratschläge für Anfänger, wie: Fotografiere nie gegen das Licht! Quatsch, ich liebe es, voll und ganz gegen die Sonne zu halten:

66
sunshine

Zugegeben: Ich habe als Autodidakt merkwürdige Dinge ausprobiert, ohne genau zu wissen, welche Regeln ich breche, bzw. was ich da überhaupt seit Jahren gemacht habe: intentional camera movement (icm), so nennt sich das, wie ich erst kürzlich erfahren habe. Das Ergebnis eines Mühlradfotos kann dann schon mal so aussehen:

21
millwheel

Dem einen bereitet das Bild Kopfschmerzen, dem anderen gefällt’s. Mir macht diese Art, Bilder zu kreieren, jedenfalls eine Menge Spass.

17. Juni 2017: Neue Bilder/reflection

Neue Bilder

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reflection

70
gravity

 

12. Juni 2017: Neues Bild/“Neuer“ Stil/Nachlese Photo Days

(Zum Vergrössern bitte mit dem Cursor aufs Bild klicken)

Das Bild existiert dank einer Idee und Mithilfe von Uwe Schilling aus Kreuzlingen. Ich hätte nicht gedacht, dass beim Wurf von etwas Sand in den besonnten Bereich dieser etwas surreale Effekt resultiert. Vielen Dank, Uwe! Inszenierte Bilder mache ich sonst nie bis selten, auch deshalb erwähne ich hier das „Making-of“.

Apropos surreal. Einige hier schon publizierte Bilder wirken auch eher surreal oder traumhaft. Deshalb gibt’s jetzt neu den surrealistischen Stil mit diesem und ein paar schon bekannten Bildern. Mal sehen, ob sich das bewährt und ob ich in diese Richtung weiter gehe.

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Gestern waren die Photo Days in Weinfelden, also eigentlich war’s ja nur ein Photo Day. Wie es mir da erging? Nun, unter gefühlt zwölftausend analogen Fotoapparaten und mindestens viermal so vielen Objektiven, Stativen, Blitzgeräten und… naja, zwischen diesem gigantischen Fotoflohmarkt hatte ich tapfer mein Tischchen aufgestellt mit zwei 60x40cm Leinwand-, zwei ebensolchen Alu-Dibond-Bildern, sechs 40×30 auf Karton aufgezogenen Bildern, von denen jedoch nur zwei auf dem kleinen Tisch Platz fanden. Daneben zeigte ich noch 13 verschiedene Postkarten und neun verschiedene Faltkarten (18×13). Geschätzte tausend Fotografen und ein paar wenige befreundete Gesichter blickten also nebenbei auf diese seltsamen Floh auf dem grossen Markt. Ich habe dann immerhin einige Karten verkauft und ein paar Visitenkarten unter die Leute gebracht. Also: Nein, nicht nachmachen, es sei denn, man ist schon ein bekannter Profi, der z.B. Fotoreisen ins Eisbärenrevier auf Grönland oder sonst so etwas Tolles anzubieten hätte.

04. Juni 2017: Neue Bilder/Photo Days Weinfelden

Photo Days Weinfelden am 11. Juni 2017

Mit einer Auswahl der Bilder auf foto-stil.com bin ich dabei; Bilder als Post- und Faltkarten, aufgezogen auf Karton, Alu-Dibond oder Leinwand können betrachtet und gekauft werden. Kongresszentrum Thurgauerhof, 09:00 bis 16:00 Uhr.

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Neue Bilder