Rückblende

Manchmal werde ich ein wenig nostalgisch und stöbere auch in den älteren Ablagen meines Fotoarchivs. 2011 habe ich meine allerersten ICM-Bilder gemacht, die ich heute gerne mal zeigen möchte.

Das erste ist im Juni in der Toskana entstanden. Es war ein kühler, ungemütlicher Tag, es regnete und der Blick aus dem Hotelzimmer war eigentlich nicht wirklich fotogen. Irgendwie kam ich dort auf die Idee, einen Wischer ins triste Bild zu malen und schon war es da, mein erstes ICM-Bild. Auf dem Kameramonitor sah das ganz nett aus und ich hab’s bis heute im Archiv behalten.

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Monteriggioni

Das Zweite entstand im gleichen Jahr im Oktober in Venedig. Wir sassen im Caffè Florian und haben zwei Kaffees und etwas Kuchen bestellt, dazu dudelte schöne Live-Kaffehausmusik von draussen durch die offenen Türen und Fenster herein. Das machte schlappe 50 Euro, aber was soll’s, wir waren im Flo in Venedig und man gönnt sich ja sonst nix…

Dort hatte ich dann die Idee, die Kamera während der Belichtungszeit ein wenig um die Objektivachse zu rotieren. Das Resultat fand ich damals sogar sehr aufregend – nun, wahrscheinlich neige ich halt doch etwas zu Selbstüberschätzung…

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Caffè Florian, Venice

In den folgenden Jahren habe ich fotografisch gerne ein bisschen experimentiert und so hat es also angefangen, das Fotografieren nicht nur im Dokumentarstil und als Ferienerinnerung, sondern aus Leidenschaft, um die Welt so darzustellen, wie ich sie gerne sehe.

Jahrelang wusste ich nichts von ICM, ich habe es einfach gemacht. Ich war sozusagen der ignoranteste Autodidakt, den man sich vorstellen kann. Vor zwei, drei Jahren habe ich dann realisiert, dass viele andere Fotografen „das“ ja auch machen. Und seit etwa einem Jahr wusste ich dann endlich, wie das Ding heisst und seither schreibe ich auch überall fleissig ICM auf meine Fahnen.

Noch viel viel weiter zurück geht diese Geschichte. 1984, Johnny Winter live am Jazzfestival in Montreux. Als ich dieses Video kürzlich anklickte, realisierte ich, dass ich exakt bei diesem Konzert selbst unter den Zuschauern war. Nun, überlanger Blues plus Guitar Heroes Sound – das ist heute sicher nicht gerade jedermanns Sache. Aber damals war’s echt geil, ein ganz tolles Erlebnis.

Es gibt genau drei Arten, wie man dieses Video schauen/hören kann: 1. Gar nicht, aus erwähnten Gründen, 2. Beim Bügeln so nebenbei reinhören und dabei ein paar Falten zu viel ins Hemd bügeln oder 3. Die Boxen voll aufdrehen, zuschauen und geniessen. It’s up to you.

Ein Jahr auf WordPress.com

Nein, eine Party mache ich deswegen nicht. Auch keine endlosen Analysen, was denn bisher gut war und was bisher noch nicht so funktioniert. Heute, am 21. April, ist es einfach genau ein Jahr her, seit ich meine Homepage online geschaltet habe. Das Baby kann nun schon ein paar tapsige Schrittchen machen, dann fällt es hin, rappelt sich wieder auf und macht munter weiter.

Zur Feier des Tages gibt’s ein paar Impressionen aus der Hauptstadt. Bern hat eine grosse intakte Altstadt, die fotografisch viel zu bieten hat.

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Dranbleiben – Der Alpstein zum dritten Mal

Vielleicht mag das wenig spannend oder abwechslungsreich wirken: Jetzt schon ein dritter Beitrag mit je einem neuen Bild vom gleichen Sujet…

Nun, es ist halt ein Prozess, den ich hier im Blog abbilde. Eine Entwicklung innerhalb von wenigen Wochen und mithilfe von drei Posts verarbeitet. Wären die drei Bilder gleichzeitig fixfertig gewesen, hätte ich sie natürlich gerne in einem Post nebeneinander gezeigt, keine Frage. Aber so war es eben nicht.

Beim ersten Bild, aufgenommen am 08. März 2018, dominieren kräftige, warme Farbtöne, die Berge sind jedoch nur andeutungsweise zu erkennen.

Das zweite Bild, aufgenommen am 30. März 2018, zeigt hingegen die Bergstruktur schon recht deutlich, die Stimmung ist wetter- wie aufnahmetechnisch bedingt etwas düster bis dramatisch mit starken Kontrasten.

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Ein zweiter ICM-Blick auf den Alpstein

Nun, immer wieder der Versuch, etwas noch besser zu machen…

Also nochmals das gleiche Motiv, ein paar Tage später mit neuer Technik.

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Farbe – beinahe ohne Struktur

Abstrakte Fotografie ist sicher nicht jedermanns Sache. Ich versuche es dennoch heute mal mit verschiedenen Farbkombinationen und -verläufen.

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1. März und voll Winter…

Minus 6 Grad und es schneit – am 1. März. Mir wäre es recht, wenn der Winter jetzt endlich verschwinden würde. Statt draussen Blümchen knipsen, gibt’s heute halt Indoor Shooting mit schon welken Tulpen. Jedenfalls halte ich mit Farbe gegen das kalte Grau…

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Black as coal

Ich vermute, jeder kennt solche Zeiten, wo sie oder er am liebsten alles nur noch schwarz malen würden. Weil es dem stimmungsmässigen Zustand entspricht, zu dem gerade keine Alternative mehr in Sicht ist. Und doch könnte man unter dieser schwarzen Farbe auch das Grün frischer Frühlingspflanzen erahnen. Es ist wie immer fast alles eine Frage der Bewertung oder der Brille, die man sich aufsetzt.

Aber: Schwarz gehört ganz einfach zum Leben. Ich finde, bekämpfen sollte man es nicht, man sollte es vielmehr annehmen und dann diesen Nullpunkt als neuen Startpunkt begreifen. Denn auch Schwarz hat seine eigne Kraft, woraus man Schritt für Schritt neuen Elan schöpfen kann.

Wenn man eigne Ziele nicht mehr erreicht, vielleicht sogar in Serie nicht, dann fängt die Schwarzmalerei an. Im Prinzip ist sie ein prima Signal, das mir sagt: He, hier solltest du schon etwas ändern. Zum Beispiel sich realistischere Ziele zu setzen. Das wäre dann der Sinn einer Depression, wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt von Sinn sprechen möchte. Deshalb halte ich den Kontakt zur Farbe Schwarz. Sie ist paradoxerweise ein Kompass im Leben, um den Weg nicht zu verlieren.

Ich bin übrigens zurzeit nicht depressiv und war es auch schon lange nicht mehr. Aber mein Beitragsbild erinnert mich doch an dunklere Zeiten und zugleich gefällt es mir, weil selbst in dieser Dunkelheit immer noch Bewegung, Kraft und sogar etwas Hoffnung sichtbar ist, genau wie in diesem Song, der mich schon ein Leben lang begleitet:

 

Golden ice

Es wird doch Zeit, dass ich dem Winter auch mal wenigstens ein Bild widme. Sicher merkt man es kaum, dass diese Jahreszeit nicht so ganz zu meinen Favoriten zählt… Aber dieser Winter ist ja – bis jetzt immerhin, dem Himmel sei Dank – doch ziemlich erträglich. Also zeige ich ihn auch einmal von seiner schönsten Seite, wie ich finde:

Eis in den Büschen beleuchtet durch warmes Sonnenuntergangslicht. Ein schöner Gegensatz zur real existierenden Temperatur.

(Ja, das war vor ein paar Wochen, an einem etwas kälteren Abend. Heute blühen ja schon die Blumen auf den Wiesen… Aber ich befürchte, Frost und Schnee werden bald nochmals empfindlich zurückkommen. Hm, vielleicht aber auch nicht…)

Zum Vergrössern bitte einfach aufs Bild klicken (das lohnt sich hier wirklich).

Abendstimmung beim Würth Haus in Rorschach

Vor ein paar Tagen habe ich im Würth Haus in Rorschach die wirklich sehenswerte Ausstellung Menagerie – Tierschau aus der Sammlung Würth besucht (noch bis 03. Februar 2019). Hier sind Werke vereint, die sich alle um das Thema Tier oder vielmehr um das Verhältnis des Menschen zum Tier drehen. Namhafte Künstler sind vertreten, so zum Beispiel Pablo Picasso, Tomi Ungerer, Max Liebermann und Andy Warhol. Aus dem Flyer zur Ausstellung:

„Über Jahrhunderte, davon zeugt der Reichtum unseres verbalen Bestiariums, war es für Literatur und Kunst eine kreative Herausforderung, das rätselhafte Verhältnis zwischen Mensch und Tier, die Sonderstellung zwischen Nähe und Ferne, Vertrautheit und Fremdheit, zwischen frappanter Ähnlichkeit und undurchdringlicher Andersheit abzubilden, zu beschreiben, auszuloten oder spielerisch ins Fantastische zu steigern.“

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Leer

Mit meinem ersten Beitrag im 2018 wünsche ich allen Besuchern dieses Blogs ein gutes neues Jahr mit viel Erfüllung, denn noch ist es ja ziemlich leer.

So leer wie der Kreuzlinger Jachthafen im Winter, den ich kürzlich bei Regenwetter besucht und fotografiert habe. Phillippe Mahler brachte mich auf diese schöne Bildidee, begleitete mich und hielt einen Schirm notwendigerweise über den Fotoapparat.

Mich fasziniert diese Leerheit, die zu einem Minimalismus in der Bildgestaltung führt, aber auch einfach das frische Grün des Bodenseewassers bei Regenwetter sowie die zahlreichen hier überwinternden Enten aus dem hohen Norden, welche diesem Bild ein wenig Struktur verleihen.

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Herbstfarben

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Damit geht’s für mich in eine kurze Weihnachtsblogpause. Ich wünsche allen schöne und friedliche Festtage.

Bis demnächst – FMR

Noch zwei Tage…

…und dann ist meine Ausstellung im Restaurant Frohsinn in Weinfelden zu Ende. Grund genug um eine kleine Auswahl mit „Bildern einer Ausstellung“ zu zeigen. (Zum Vergrössern wie immer bitte einfach auf die Bilder klicken. Diese Fotos sind recht gross, so dass man, falls im Galerie-Bilder-Modus unten rechts „Bild in Originalgrösse anschauen“ gewählt wird, noch genug von den Exponaten zu sehen ist.)

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Fundsache: „Visions of Venice“ in Paris

Nur ein kurzer Hinweis auf eine aktuelle Ausstellung des italienischen Fotografen Roberto Polillo in Paris in der GALERIE 111 an der rue Saint-Antoine 111:

«Visions of Venice» ist noch bis 30. Dezember 2017 zu sehen. Polillo arbeitet hauptsächlich mit intentional camera movement (icm). Ich selber werde leider nicht hingehen können. Wer bis Ende Jahr irgendwann in Paris ist, könnte den Besuch der Ausstellung auf den Zettel nehmen.

Gefunden in den Chroniques d’architecture. Hier mit Bild und Text in französisch.

Mit „intentional camera movement“ durch die Unterwelt

[Nun habe ich die Bildauflösung erhöht. Verglichen mit den Bildern im letzten Posting wirken auch die feineren Strukturen jetzt einigermassen so, wie sie meiner Meinung nach sein sollten. Zum Vergrössern Bild anklicken.]